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Ladelösungen im Klassenzimmer: Ein Erfahrungsbericht

Zyklus 22. April 2025Stefan Huber

An den Schulen Baar benötigen wir flexible Ladelösungen für Schülergeräte, da die Nutzung je nach Stufe variiert. In der Mittelstufe 1 (MS1, 3.-4. Kl.) bleiben Laptops meist in der Schule und brauchen über Nacht Ladung. In der Mittelstufe 2 (MS2) nehmen Schüler die Geräte oft mit heim, benötigen aber teils auch Lademöglichkeiten in der Schule. Als Leiter der Pädagogischen ICT suchte ich daher eine wirtschaftliche und praktische Lösung für beide Szenarien.

Ausgangslage: Teure Koffer und unpassende Alternativen

Bisher setzten wir auf Ladekoffer. Diese sind jedoch mit über 5'000 CHF pro Klassensatz extrem teuer in der Anschaffung und erfordern zudem eine kostspielige zweijährliche Elektroprüfung. Ein grosses praktisches Problem entsteht zudem, wenn Schüler (wie in der MS2) ihre Geräte mitsamt Ladegerät nach Hause nehmen – das ständige Aus- und Einbauen der originalen Netzteile aus dem Koffer ist mühsam, verschleisst Material und führt zu fehlenden Ladegeräten. Daher prüfte ich Alternativen:

  • IKEA-DIY-Lösung: Zu gross, aufwändig im Aufbau und durch nötige Einzel-Netzteile teuer. Ohne Extra-Ladegeräte hätte diese Lösung dasselbe Problem mit dem ständigen Anschliessen und Entfernen der Ladegeräte durch die SuS.

  • Ladeschränke/Türme: Sicher, aber ebenfalls sehr gross und teuer.

  • Kompakte Stationen: Oft zu leistungsschwach für Laptops, eher für Tablets konzipiert.

Keine dieser gängigen Optionen war für uns ideal. Meine Suche konzentrierte sich daher auf Multi-Port USB-C Hubs, die folgende Kriterien erfüllen mussten:

<columns> Kompaktheit für das Klassenzimmer.

Potenzial zur Standardisierung.

Genügende Ladeleistung für Laptops via USB-C

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Deutlich geringere Kosten als Ladekoffer.

Einfache Handhabung und Kabelmanagement

Geringer Aufwand für Installation und Unterhalt </columns>

Ich prüfte verschiedene Modelle von Drittherstellern auf Kompatibilität, Sicherheit und Leistung. Unsere Wahl fiel auf leistungsfähige USB-C Hubs der Marke LMP:

  • Für Laptops (MS1/MS2): Wir setzen zwei 16-Port Stationen (500W) pro Raum ein. Die Kosten liegen bei ca. 380 CHF pro Station, inklusive 16 USB-C-Kabeln. Von derselben Ladestation existiert auch eine 1000W Variante die etwas teurer ist. Die 500W reichen aber um 16 Lenovo-Laptops zu laden (31.25 Watt). Nach meiner Erfahrung sind 24 Watt die minimale Ladeleistung welche die Laptops in der Praxis benötigen um den Ladevorgang zuverlässig aufrecht erhalten zu können. Die originalen Laptop-Ladegeräte bleiben unangetastet und können von den MS2-Schülern problemlos mit nach Hause genommen werden.

  • Für iPads (KG/US): Hier nutzen wir ein ähnliches, kleineres 6-Port Modell mit 144W.

Dies sorgt für einen einheitlichen Standard an der ganzen Schule und vermeidet "Bastellösungen" der Lehrpersonen.

USB-C Hub

Eignung

5 von 5

  • Diese Lösung nutzt kompakte Hubs mit vielen USB-C-Ports zum zentralen Laden.
  • Die Anschaffungskosten sind mit rund 760 Franken pro Klassensatz vergleichsweise niedrig.
  • Die Stationen sind sehr platzsparend und einfach in der Handhabung.
  • Es ist keine teure, wiederkehrende elektrische Prüfung notwendig.
  • Die “Abteile” sind aus Plastik - könnten evtl. bei grösserem Kraftaufwand brechen.
Kosten

ca. CHF 800 pro Klasse

Ladekoffer

Eignung

4 von 5

  • Ladekoffer sind eine etablierte Methode, um Laptops sicher aufzubewahren und zu laden.
  • Die Anschaffungskosten sind mit über 5'000 Franken pro Klassensatz extrem hoch.
  • Für den sicheren Betrieb ist eine teure zweijährliche Prüfung durch einen Elektriker nötig.
  • SuS müssen ihr Ladegerät manuell einstecken und entfernen.
Kosten

ca. CHF 5’000 + Wartungskosten pro Klasse

IKEA DIY

Eignung

3 von 5

  • Diese Lösung basiert auf dem Umbau von Standardmöbeln wie IKEA-Regalen.
  • Sie beansprucht viel wertvollen Platz im Klassenzimmer.
  • Der Aufbau ist sehr aufwändig und erfordert die Anschaffung vieler separater Ladegeräte.
  • Die Gesamtkosten sind durch die benötigten Einzel-Netzteile unerwartet hoch.
Kosten

ca. CHF 900 mit Ladegeräten pro Klasse

Ladewagen

Eignung

3 von 5

  • Mobile da auf Rollen, viele Geräte können gleichzeitig geladen werden.
  • Abschliessbare Türen und eine zentrale Stromversorgung für einen ganzen Klassensatz.
  • Aufgrund ihrer Grösse wird sehr viel Platz beansprucht
  • Sehr hohe Anschaffungskosten.
Kosten

ca. CHF 2’000 pro Klasse

Ladeschrank

Eignung

2 von 5

  • Ladetürme oder -schränke bieten sichere, abschliessbare Einzelfächer.
  • Ermöglichen ein zentrales und ordentliches Laden vieler Geräte.
  • Als grosse Möbelstücke beanspruchen sie sehr viel Platz im Raum.
  • Sehr hohe Anschaffungskosten
Kosten

ca. CHF 3’000 pro Klasse

Compikubus für Ipads

Eignung

5 von 5

  • iPad bleibt in der Hülle
  • Sauberes Kabelmanagement
  • Leicht, stapelbar, kaum Platzbedarf
  • Externes Lade-Hub nötig
  • Nur Tablets (6 Plätze)
Kosten

CHF 141 pro Stück / ca. CHF 300 pro Klasse

Positive Erfahrungen im Betrieb

Die bisherigen Erfahrungen sind sehr positiv:

  • Deutliche Kostenersparnis bei Anschaffung und Unterhalt (keine regelmässige Prüfung durch Elektriker nötig).

  • Einfache, intuitive Handhabung und hohe Akzeptanz bei Lehrpersonen.

  • Problemlose Funktion und ausreichende Ladeleistung.

  • Unkomplizierter Unterhalt und Kabelmanagement dank mitgelieferter Kabel und Reserven.

Die Umstellung auf Multi-Port USB-C Hubs war für die Schulen Baar die richtige Entscheidung – kosteneffizient, platzsparend, wartungsarm und flexibel genug für unsere unterschiedlichen Bedürfnisse.

Video des Aufbaus einer unserer Laptopladestationen

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Bilder der Ladestationen im Betrieb

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Compikus: Ladelösung für Ipads in der Stadt Zug

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Für die iPads setzen die Stadtschulen Zug auf den Compikubus – eine stapelbare Holzbox mit sechs Fächern, in der Geräte samt Schutzhülle geladen werden. Sauberes Kabelmanagement und der externe USB-C-Ladehub halten den Aufwand gering und die Kosten bleiben mit rund 140 CHF pro Kubus niedrig. Nachteil: Die Lösung passt nur für Tablets und erfordert bei grösseren Stückzahlen mehrere Einzelmodule. Es müssen die Ladegeräte des Ipads genutzt werden. </columns>